Die Künstlerin begann ihre Reise in die Fotografie im Alter von 19 Jahren. Das künstlerische familiäre Umfeld, in dem sie aufgewachsen ist, und ihr enger Kontakt mit der Fotografie veranlassten Mag Rodrigues, während ihres Krankenpflege-Studiums ein Fotografie-Studium aufzunehmen. Die Ausbildung zur Krankenschwester entstand aus dem Bedürfnis heraus, als junges Mädchen einen Abschluss zu haben, aber sie erkannte bald, dass die Fotografie ihre Berufung war.

Die Fotografin hat immer versucht, in ihrer Arbeit "Objektivität zu verfolgen", die "Dokumentarfotografie" zu integrieren, bei der lineare Themen dokumentiert werden. Darüber hinaus kann die Arbeit mit den "Regenbogenfamilien" auch als ein Appell an die Gesellschaft zu einer bestehenden Realität gesehen werden.

Foto: Mag Rodrigues

Die Künstlerin erklärte gegenüber The Portugal News, dass das Fotografieren von homosexuellen Familien zwei Ziele verfolge, eines davon sei die Repräsentation. Mag Rodrigues ist der Meinung, dass die notwendige Repräsentation nicht existiert oder "die Anzahl der [homosexuellen] Familien in Portugal nicht widerspiegelt". Die Motivation der Künstlerin war es, eine Realität "sichtbar zu machen", die in großer Zahl existiert. Ein weiteres Ziel, das Mag Rodrigues zur Realisierung des Werks veranlasste, war der Kampf gegen Vorurteile, insbesondere gegen Homophobie.

Vorurteile abbauen

Die Fotografin möchte die Vorurteile abbauen, die gegenüber homosexuellen Paaren bestehen, die nach portugiesischem Recht Kinder adoptieren oder sogar bekommen können. Aus ihrer Erfahrung heraus hat Mag Rodrigues erkannt, dass das Kind nicht deshalb keine "Liebe und Erziehung" und keinen "Respekt" mehr erfährt, weil zwei Elternteile das gleiche Geschlecht haben.

Die Künstlerin war beeindruckt von der Anzahl der Menschen, die auf den "offenen Aufruf" auf Instagram reagierten. Die Fotografin wurde nicht nur mit der Anzahl der Menschen konfrontiert, die Teil der dokumentierten Realität sind, sondern auch mit der Zahl derer, die bereit waren, sich an dem Projekt zu beteiligen, was eine Überraschung war.

Foto von: Mag Rodrigues

Positives Feedback

Die Resonanz war sehr positiv, obwohl das Thema des Fotoprojekts einige negative Kommentare auslösen könnte, insbesondere in den sozialen Medien. Mag Rodrigues gab gegenüber The Portugal News zu, dass die Arbeit mehr als eine Erweiterung ihrer selbst ist und sie einfach möchte, dass die Fotos ein wenig in der Welt "zirkulieren".

Abschließend gibt die Fotografin zu, dass es für sie schwierig ist, zu wissen, dass es Formen von "Gewalt, Ausgrenzung und Marginalisierung" gegen Menschen gibt, die niemandem etwas zuleide getan haben, da sie dies für eine Ungerechtigkeit hält. Mag Rodrigues hofft auch, dass ihre Arbeit eine Art "soziale Konsequenz" hat.

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