Die Ausstellung zielt darauf ab, anlässlich des Internationalen Frauentags die Zeugnisse von Frauen zu zeigen, die unter jeglicher Art von Gewalt gelitten haben. In einer Pressemitteilung der Regionaldirektion des Kulturzentrums heißt es, dass die Ausstellung "die Sensibilität der Öffentlichkeit für eines der komplexesten Themen unserer Gesellschaft anregen soll".

Im Ausstellungsraum befinden sich einige Paare roter Schuhe. Die roten Schuhe wurden als Symbol verwendet, um über Gewalt gegen Frauen zu sprechen, sie wurden bei Demonstrationen und sogar bei Ausstellungen in der ganzen Welt eingesetzt.

Neben den roten Schuhen finden sich an den Wänden echte Zeugnisse von Frauen, die unter den verschiedensten Arten von Gewalt gelitten haben, Zitate von Frauen über psychische Gewalt, Mobbing, Genitalverstümmelung, Verfolgung, geburtshilflicher, sexueller Gewalt, sexueller Verhaftung, Menschenhandel für sexuelle Nichteinwilligungsarbeit sowie Aussagen von Frauen, denen es nicht erlaubt war, ihr Geld so zu verwenden, wie sie es wollten, und denen gewalttätige Konsequenzen drohten, wenn sie das Geld nicht so ausgaben, wie es ihnen vom Ehemann gesagt wurde. Die Art der Gewalt, über die die meisten Aussagen gemacht wurden, ist die geburtshilfliche Gewalt.

Während der Lektüre der Zeugnisse hören die Besucher die Stimmen einiger Frauen, die ihr Gesicht zeigen oder auch nicht und vor einer Kamera erzählen, was sie als Opfer häuslicher Gewalt erlebt haben.

Es herrscht eine ruhige Atmosphäre, denn jeder Besucher kann sich beim Lesen und Zuhören der Zeugnisse dieser 28 Frauen, die ihre Geschichten erzählt haben und sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben, überwältigt fühlen.

Die Ausstellung endet am 8. Mai, kann dann aber am 25. November im Museu José Malhoa in Caldas da Rainha zu sehen sein.