Die Gemeinderäte spielen eine wichtige Rolle bei der Förderung von Umweltmaßnahmen in ihrem Gebiet. "Die Gemeinden kennen ihr Gebiet besser als jeder andere", sagte Susana Correia, Rechtsberaterin bei DECO Algarve und Forscherin für die Studie "Was kann Ihre Gemeinde für Sie tun?", die herausfinden sollte, welche Maßnahmen in den einzelnen Gemeinden durchgeführt werden, welche Pläne sie für die Zukunft haben und wie sie die Menschen, die innerhalb ihrer Grenzen leben, über den Klimawandel informieren.

Von den 308 portugiesischen Gemeinden informiert die Mehrheit ihre Bürger nicht gut. "Von den 308 Gemeinden, die wir im November 2021 kontaktiert haben, haben uns nur 18 geantwortet, um uns mitzuteilen, was sie tun", so Susana gegenüber The Portugal News.

In diesem Sinne erklärt der portugiesische Verbraucherschutzverband DECO, dass die Rolle der lokalen Behörden nicht unterschätzt werden darf. Sie können durch verschiedene Initiativen wie die Schaffung von Grünflächen, die Anschaffung von Elektrofahrrädern, die Erleichterung des Zugangs der Verbraucher zu öffentlichen Verkehrsmitteln und die finanzielle Unterstützung von Verbrauchern, die ihre Immobilien energieeffizienter gestalten wollen, einen Einfluss haben.

Darüber hinaus gibt es viele andere Maßnahmen, die die Kommunen ergreifen können, z. B. bei der Schulspeisung oder bei der Sammlung von Informationen über nachhaltige Praktiken, damit die Menschen sich ihrer Wahlmöglichkeiten bewusst werden: "Das ist es, was wir von den Verbrauchern hören, die diesen Wandel auch wollen", sagte sie.

Kommunikation ist der Schlüssel

Wenn wir uns über die Maßnahmen einer bestimmten Gemeinde informieren wollen, besuchen wir in der Regel sofort deren Website. Das hat die DECO getan, als sie anfing, jede einzelne Gemeinde in Portugal zu analysieren, aber herausfand, dass Umweltinformationen immer noch in 93 Prozent der Gemeinden nicht verfügbar sind.

In diesem Zusammenhang erzählte mir Susana, dass Lissabon, Cascais sowie Porto und Maia und an der Algarve Faro und Loulé zu den Gemeinden gehören, die sehr gut darüber informieren, was sie gemeinsam mit den Bürgern tun und damit ein Beispiel für andere geben.

Die Kommunikation ist nicht nur ein Recht der Bürger, sondern auch eine gute Waffe, um die Auswirkungen bestimmter Maßnahmen abzumildern, die in der Regel auf negative Resonanz stoßen.

Ein Beispiel: "Wenn ein Stadtrat beschließt, Autos von seinen Straßen zu verbannen, ist die Reaktion der Menschen in der Regel sehr negativ, aber wenn die Stadträte den Menschen erklären können, welche langfristigen Vorteile dies mit sich bringt, wie z. B. die Verringerung der Treibhausgasemissionen", wird dies die Akzeptanz erhöhen.

Ein Land mit unterschiedlichen Bedürfnissen

Portugal ist ein kleines Land mit 92.212 km² und etwa 10 Millionen Einwohnern. Obwohl wir wissen, dass einige Probleme einige Regionen stärker betreffen als andere, wird das Land im Allgemeinen bald mit den Risiken von Bränden, Regenfällen und steigenden Temperaturen konfrontiert sein, und an den Küsten wird ein Anstieg des durchschnittlichen Meeresspiegels erwartet.

Das Land hat jedoch unterschiedliche Bedürfnisse, da das Umweltbewusstsein in einigen Bezirken weiter entwickelt ist als in anderen. "Manche Menschen haben mit einfachen Dingen zu kämpfen. Sie wünschen sich zum Beispiel eine Recycling-Tonne, haben aber keine in der Nähe ihres Hauses, und sie halten ihre Stadt für nicht sauber genug. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die sehr umweltbewusst sind und sich für weitergehende Maßnahmen einsetzen, wie z. B. Schulspeisungen mit biologischen und lokalen Produkten", so Susana.

Online-Plattform

Aus diesem Grund hat DECO eine interaktive Plattform eingerichtet, auf der die Verbraucher überprüfen können, wie es um die Umwelt und die Nachhaltigkeit in ihrer Gemeinde bestellt ist.

"Wir haben eine interaktive Plattform, auf der die Verbraucher sehen können, was die einzelnen Gemeinden tun. Wir haben festgestellt, dass einige sehr gut sind und uns mitteilen, welche Maßnahmen ergriffen werden, während es andere gibt, über die keine Informationen vorliegen und von denen wir nicht wissen, wo wir sie erfragen können", sagte sie.

Sie können nicht nur die von der DECO für jeden Stadtrat abgegebene Bewertung überprüfen, sondern auch Ihre eigenen Kommentare zu Ihrem Stadtrat abgeben, und die DECO wird Ihr Feedback in die verschiedenen Sitzungen mit den Stadträten einbringen.

"Wir bitten die Verbraucher, unsere Bewertung einzusehen und auch ihre Gemeinde zu bewerten. Außerdem brauchen sie uns nur mitzuteilen, was sie in den verschiedenen Bereichen gerne geändert sähen, und dann nehmen wir diese Hinweise mit zu den Treffen mit den Kammern, um diese Probleme zu lösen", sagte Susana.

Alles in allem "denke ich, dass wir den Bürger in den Mittelpunkt der Diskussion stellen müssen", betonte sie.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, was Ihre Gemeinde zur Bekämpfung des Klimawandels unternimmt, oder wenn Sie einfach nur Ihr Feedback abgeben möchten, besuchen Sie bitte die Website https://deco.pt/alteracoes-climaticas/ - sie ist auf Portugiesisch, aber eine schnelle Google-Übersetzung reicht aus, um die Plattform zu nutzen.

Vergessen Sie nicht, dass DECO Algarve immer bereit ist, Ihnen bei Ihren Verbraucherrechten zu helfen. Rufen Sie uns an unter 289 863 103 oder schreiben Sie eine E-Mail an deco.algarve@deco.pt.


Author

Paula Martins is a fully qualified journalist, who finds writing a means of self-expression. She studied Journalism and Communication at University of Coimbra and recently Law in the Algarve. Press card: 8252

Paula Martins