Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation zur Pauschalreiserichtlinie eingeleitet, um zu prüfen, ob die derzeitigen Vorschriften einen wirksamen Verbraucherschutz gewährleisten.

Es geht um eine Richtlinie, die eine Reihe von Pflichten und Rechten im Zusammenhang mit Verträgen zwischen Reisenden und Veranstaltern von Pauschalreisen und verwandten Reiseleistungen festlegt, z. B. die Umstände, unter denen der Vertrag ohne Vertragsstrafe gekündigt werden kann.

"Die Kommission bittet im Rahmen einer öffentlichen Konsultation um Informationen zur Pauschalreiserichtlinie, insbesondere um die Erfahrungen und Meinungen von Verbrauchern, Fachleuten und Interessenvertretern zu den derzeitigen Vorschriften und möglichen Änderungen", so die DECO.

"Ziel ist es, die Bürger und Interessenvertreter über die Arbeit der Kommission zu informieren, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ein Feedback zu geben. Die Bürger und Interessenvertreter sind aufgefordert, ihre Ansichten über das Verständnis der Kommission von der aktuellen Situation, den Problemen und möglichen Lösungen mitzuteilen und alle relevanten Informationen, die sie haben, zur Verfügung zu stellen", heißt es in dem Dokument zur öffentlichen Konsultation.

"Die Covid-19-Pandemie führte zu massenhaften Stornierungen von Reisebuchungen, einschließlich Pauschalreisen. Aufgrund von Liquiditätsproblemen der Veranstalter erhielten viele Reisende entgegen der Richtlinie keine oder nur mit erheblicher Verzögerung eine Erstattung. Mehrere Mitgliedstaaten haben von der Richtlinie abweichende Rechtsvorschriften erlassen, die die Fristen für die Erstattungen erheblich verlängern oder den Reisenden Gutscheine vorschreiben", heißt es weiter.

Außerdem wird sich die laufende Analyse auf die Insolvenzschutzvorschriften konzentrieren und die in der Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität angekündigten Maßnahmen zum Schutz der Fahrgastrechte berücksichtigen.