Für Privatpersonen, die Investitionsmöglichkeiten im Ausland, insbesondere in den USA, erkunden wollen, ist es von entscheidender Bedeutung, die Landschaft der Anlagemöglichkeiten zu verstehen. In dieser ersten Phase muss die Investitionsstrategie mit der persönlichen finanziellen Situation und der Risikotoleranz in Einklang gebracht werden. Dazu gehören die Bewertung der regulatorischen Anforderungen, die Beurteilung der Durchführbarkeit von Projekten und die Sicherstellung, dass die Investition strenge Kriterien erfüllt.

Da es sich hierbei um einen komplexen Vorgang handelt, ist es von entscheidender Bedeutung, die richtigen Fachleute auszuwählen, die Sie durch diesen Prozess führen.

Bei allen US-Wertpapierinvestitionen tauchen zwei Schlüsselfiguren auf: Broker-Dealer und registrierte Anlageberater (RIAs). Beide spielen zwar eine zentrale Rolle bei der Begleitung von Anlegern durch komplexe Anlageprojekte, doch unterscheiden sich ihre Zuständigkeiten, ihr Fachwissen und die Art ihrer Beratung erheblich.

Die Rolle von Investment-Broker-Dealern

Broker-Dealer, die unter der FINRA-Lizenz der Serie 7 tätig sind, konzentrieren sich in erster Linie auf den Verkauf von Wertpapieren. Sie erhalten in der Regel Provisionen für die von ihnen empfohlenen Projekte, was für die Anleger ein wichtiger Aspekt ist. Viele Makler verfügen über ein tiefes Verständnis der Investitionslandschaft und sind bestrebt, Projekte mit den besten Erfolgsaussichten zu empfehlen. Ihre provisionsbasierte Vergütung kann jedoch ihre Empfehlungen beeinflussen. Es ist wichtig, dass Anleger ihre Due-Diligence-Prüfung durchführen oder sich von einem unabhängigen Berater beraten lassen, bevor sie eine Entscheidung treffen.

Die Rolle von registrierten Anlageberatern

RIAs, die über eine Lizenz der Serie 65 verfügen, sind befugt, Anlageberatung gegen eine Gebühr anzubieten. Das Gesetz erlegt ihnen auch eine treuhänderische Pflicht auf, die sie rechtlich dazu verpflichtet, im besten Interesse ihrer Kunden zu handeln und mögliche Interessenkonflikte vollständig offenzulegen. RIAs bieten eine breitere Palette von Dienstleistungen an, die über die Transaktionsberatung hinausgehen, einschließlich strategischer Finanzplanung und Anlageberatung, die auf die langfristigen Ziele des Einzelnen zugeschnitten ist.

Im Gegensatz zu Maklern verfolgen Berater oft einen ganzheitlicheren Ansatz für die finanzielle Situation ihrer Kunden. Sie bewerten die allgemeine finanzielle Gesundheit, die Risikotoleranz und die Ziele eines Anlegers, um eine maßgeschneiderte Beratung zu bieten, die mit der breiteren Finanzstrategie des Anlegers übereinstimmt. RIAs können Anlegern helfen, die Komplexität des Anlageprozesses, die mit verschiedenen Anlageoptionen verbundenen Risiken und die Auswirkungen dieser Anlagen auf ihren gesamten Finanzplan zu verstehen.

Entlohnung und Transparenz

Die Vergütungsmodelle unterstreichen nicht nur den Unterschied zwischen Maklern und RIAs, sondern spiegeln auch die Einhaltung unterschiedlicher Sorgfaltsstandards wider - die treuhänderische Pflicht und den Eignungsstandard. Makler verdienen in der Regel Provisionen aus Produktverkäufen, die möglicherweise erst nach der Transaktion offengelegt werden. Diese provisionsbasierte Vergütungsstruktur steht im Einklang mit dem Eignungsstandard, der von Maklern verlangt, Anlageprodukte zu empfehlen, die für die finanzielle Situation und die Ziele des Kunden geeignet sind, aber nicht unbedingt im besten Interesse des Kunden liegen.

Im Gegensatz dazu verwalten RIAs Vermögenswerte gegen eine Verwaltungsgebühr von etwa 1 bis 2 % des investierten Vermögens, wobei alle Gebühren im Voraus offengelegt werden. Dieses gebührenbasierte Vergütungsmodell steht im Einklang mit der treuhänderischen Pflicht, an die die RIAs gebunden sind. Der Treuhandstandard verpflichtet die RIAs, stets im besten Interesse ihrer Kunden zu handeln und Anlageberatung und -empfehlungen anzubieten, die ihrer Meinung nach am besten für die finanziellen Ziele des Kunden geeignet sind, und nicht Produkte, die ihnen selbst die höchste Provision einbringen könnten. Dieser Sorgfaltsstandard erfordert vollständige Transparenz in Bezug auf Gebühren, Interessenkonflikte und Anlagegrundsätze und fördert letztlich eine Beziehung, die auf Vertrauen und gegenseitigem Interesse beruht.


Die Wahl zwischen einem Makler und einem Berater

Die Entscheidung, ob ein Makler oder ein Berater hinzugezogen wird, hängt von den spezifischen Bedürfnissen des Anlegers ab. Wenn das Hauptziel darin besteht, potenzielle Anlagemöglichkeiten zu identifizieren, kann ein Broker mit einer starken Erfolgsbilanz auf dem Anlagemarkt von Vorteil sein. Anleger sollten jedoch die provisionsbasierten Anreize des Maklers berücksichtigen und die bereitgestellten Informationen unabhängig überprüfen.

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Personen, die eine umfassendere Analyse darüber wünschen, wie sich eine Anlage in ihr gesamtes finanzielles Umfeld einfügt, sollten sich dagegen lieber an einen Berater wenden. Ein Berater kann eine individuelle Beratung anbieten, die die finanziellen Ziele und die Risikotoleranz des Anlegers berücksichtigt.

Mit Wissen navigieren

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Um sich in der komplexen Welt der Kapitalanlagen zurechtzufinden, muss man die Aufgaben und Verantwortlichkeiten von Maklern und Beratern genau kennen. Während Makler einen Zugang zu Anlagemöglichkeiten bieten können, bieten Berater ein breiteres Spektrum an Finanzberatung, die auf die persönlichen Ziele des Anlegers zugeschnitten ist. Indem sie fundierte Entscheidungen treffen und das Fachwissen der richtigen Fachleute nutzen, können Anleger sicherstellen, dass ihre Investitionen mit ihren umfassenderen Finanzstrategien übereinstimmen.